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Schlagen, Mobben ...

 

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Drei Referate zum Thema Gewalt bei den
Evangelischen Frauenbünden der Region Weiden

MobbenWeiden. Das Thema Gewalt berührt alle Bereiche der Gesellschaft. Ob zu Hause, in der Schule oder in der Öffentlichkeit, es wird geschlagen, getreten, gedemütigt, gemobbt, vergewaltigt oder „gestalkt“. Und dies mit ständig steigender Häufigkeit und Intensität in allen sozialen Schichten. Die Evangelischen Frauenbünde der Region Weiden nahmen diese unheilvolle Entwicklung zum Anlass, die Gewalt in unserer Gesellschaft zu thematisieren.

In drei Referaten stellten Fachleute am 08. Mai im Weidener St. Michael Zentrum die Problematik aus regionaler Sicht vor. Die Moderation übernahmen Karin Wappmann und Elisabeth Market.

FrauenbundGewalt01


Stalken„Im Frauenhaus Weiden ist rund um die Uhr eine Aufnahme möglich“, sagte deren Leiterin Marianne Kleber-Meierhöfer. Allerdings sei dieser 24-Stunden-Service nur dank der ehrenamtlichen Mitarbeitern / innen möglich. Hier bestehe ebenso noch Bedarf wie bei Sach- und Geldspenden. „Die öffentlichen Mittel reichen nicht aus“, so Kleber- Meierhöfer. In das seit 14 Jahren bestehende Weidener Refugium flüchteten im vergangenen Jahr 60 Frauen und etwa ebenso viele Kinder. Die Dramatik häuslicher Gewalt belegte die Referentin mit Zahlen. 85 % aller Gewalttaten und 21 % aller Notoperationen bei Frauen hätten hier ihre Ursache. Wege aus der Gewalt sieht Kleber-Meierhöfer unter anderem darin, dem Partner frühzeitig Grenzen zu setzen und Kindern beizubringen auch einmal „Nein“ zu sagen.

Schutzengelprojekt„Mobbing tut manchmal mehr weh als ein Tritt gegen das Schienbein“, sagte Christina Paul. Sind bei häuslichen Exzessen fast immer die Männer die Täter, so ortet die an vielen Schule eingesetzte Fachlehrerin und Lernberaterin bei den „lieben, netten Schulmädchen“ nicht selten Gemeinheit und verstecktes Mobbing. Paul sieht vor allem im Schulweg einen Brennpunkt von Gewalt. Die Zusammenarbeit der Schule mit den Eltern zur Verbesserung der Situation sei eher schwierig, so die Expertin. Sehr viel mehr Erfolg brächte der Einsatz von Schulsozialpädagogen und als Streitschlichter ausgebildete Schüler sowie das so genannte Schutzengelkonzept und Rollenspiele in der Klasse.

Polizeihauptmeister Mathias Braun wies auf die drastische Zunahme von Gewaltdelikten in der Region hin In Weiden waren demnach in 2009 61 (+35,6%) und im Landkreis Neustadt 43 Fälle (+8,8%) zu beklagen Dabei sei der Anteil der Jugendlichen unter 21 Jahren besonders hoch (30 bzw. 21%). 233 extreme Fälle von Widerstand gegen die Polizei habe die Oberpfalz zu verzeichnen. „Das hat es früher so nicht gegeben“, sagte Braun. Schuld an den Gewaltausbrüchen sei häufig der „Aggressionsverstärker Nummer Eins“, der Alkohol. Der Polizist forderte die Politik auf, für vernünftige Sperrstunden zu sorgen. Wie sich Bürger verhalten sollten wenn sie Zeuge von Gewalt werden, konnten die Zuhörer einem Flyer der Polizei entnehmen. Infos dazu auch unter www.aktion-tu-was.de

 

 

Sie können mit
unseren Frauenhaus folgendermaßen in Kontakt treten:

Telefon:
0961/38931 - 70

Fax:  0961/38931 - 74

* Frauenhaus


Was bieten wir für misshandelte Frauen und Kinder im Frauenhaus an?

Schutz & Zuflucht


Eine Aufnahme ist rund um die Uhr möglich, auch an Sonn- und Feiertagen.

Die Adresse ist anonym.
Ihr Aufenthalt wird geheim gehalten.